Märchen neu inszenieren:

Rotkäppchen zum Beispiel

 

 

 
 
Elemente der Vorlage... ... und was soll daraus werden?
Die "süße kleine Dirne" ...
Das "Käppchen von rotem Sammet" ...
Der Auftrag und die Mahnungen der Mutter ...
Die kranke Großmutter ...
Der Korb mit Kuchen und Wein ...
Der Weg durch den Wald ...
Gespräch mit dem Wolf ...
Das Blumenpflücken ...
Der Wolf überlistet die Großmutter. ...
Rotkäppchen kommt zur Großmutter. ...
Dialog zwischen Rotkäppchen und dem Wolf ...
Der Wolf verschlingt "das arme Rotkäppchen". ...
Der Jäger kommt des Wegs. ...
Das Bauchaufschneiden, die Befreiung von Rotkäppchen und Großmutter ...
Der Wolf bekommt den Leib mit Steinen gefüllt und stirbt. ...
"Da waren alle drei vergnügt ... Rotkäppchen aber dachte: 'Du willst dein Lebtag nicht wieder allein vom Wege ab in den Wald laufen...' " ...

 

In der linken Spalte finden sich Bausteine des Märchens, die rechte ist noch leer.

Die einfachste Form der Neu-Inszenierung arbeitet mit Übersetzungen. Dann wird halt aus der Großmutter ein Großvater, aus der Flasche Wein eine Flasche Bier, und an die Stelle des roten Käppchens tritt ein modisches Outfit...

Die meisten Leser dürften mit dem Lachen bald fertig sein.

 

 

 

Aber auch solche Texte haben ihren Sinn - sie können für den Schreiber entlastend wirken, und ein Vergleich mit der Vorlage kann helfen, dem Märchenhaften auf die Spur zu kommen. Interessantere Texte entstehen freilich dann, wenn mehr Ideen und Gestaltungsarbeit in die Neuinszenierung eingehen.